Garnish IslandIrlands grünste Insel
Wer das touristische Pflichtprogramm im Südwesten Irlands, den Ring of Kerry, umfahren hat, kann sich in der Nähe anderen schönen Orten zuwenden.
Der Südwesten Irlands wird vom Golfstrom erwärmt. Das zeigt sich an den zahlreichen in Privatgärten wachsenden Palmen und Agaven. Eine Besonderheit selbst unter den gärtnerischen Highlights der grünen Insel ist Garnish Island. Diese Insel befindet sich zwischen den Halbinseln Beara und Sheeps Head südlich des Ring of Kerry. Regelmäßig etwa alle 30 Minuten kann man von Glengarriff aus mit einer Fähre zu der Garteninsel übersetzen. Die Überfahrt kostet etwa 10 bis 12 Euro (Stand 2008). Besonders lohnenswert ist – unabhängig davon, ob man sich für die „Blue Pool Ferrys“ zur Überfahrt entscheidet, der Besuch des „Blue Pools“. Dazu muss man den Schildern der Blue Pool Ferrys folgen, die neben der Tourist Information (nicht unmittelbar am Hafen) stehen. Vom Hafen aus erreicht man den „Blue Pool“ über den Rundweg „Seal Point“. Schatzinsel-BuchtEs erwartet den Besucher eine Bucht, wie man sie sich als Kind beim Lesen der Schatzinsel vorgestellt hat. Die Bucht ist vom Meer aus nicht direkt einsehbar. Ein kleiner Fluss plätschert an einem Ende in sie hinein und in der Mitte ist eine kleine Felsinsel. Rhododendron-Büsche wachsen am Ufer bis in das Wasser hinein. Sie haben lange Wurzeln ausgebildet, wie man sie aus Mangroven-Sümpfen kennt. Die Bucht ist – außer wenn die Fähren an- oder abfahren – sehr still. Man kann Komorane oder Reiher beobachten, die in ihr auf die Jagd gehen. Von hier aus nach Garnish Island überzusetzen, ist eine Möglichkeit. ÜberfahrtDie Überfahrt bietet häufig noch eine weitere Attraktion. Auf den Felsen um Garnish Island lebt eine Seehund-Kolonie. Die Tiere sind daran gewöhnt, dass die Fähren um die Felsen herumfahren und blinzeln nur faul in der Sonne. Bis auf drei/vier Meter können die Fähren an die Seehunde heranfahren. Garnish IslandDie Insel selbst kostet auch noch einmal Eintritt (2008: Familienkarte 8,70 Euro). Es ist keine „Blumeninsel“, aber dennoch eine gärtnerische Meisterleistung. Seit rund 80 Jahren werden hier Pflanzen gehegt, die sonst nur in weit südlicheren Gefilden beheimatet sind. Gut angelegt Wege führen zu verschiedenen Punkten der Insel. Die Luft ist sehr feucht, ein wenig wie in einem Treibhaus. Das ist wohl auch der Grund für das gute Gedeihen der Pflanzen. Eine Regenjacke ist (wie überall in Irland) am Besten immer greifbar. Eine italienische Villa bietet Schutz, der nachgebaute kleine griechische Tempel hat allerdings kein Dach und bietet daher keine Möglichkeit, sich bei kurzen Regenschauern unterzustellen. Bei uns klein – dort riesengroßBesonders beeindruckend sind Pflanzen, die wir nur als Topfpflanzen oder in „normaler Größe“ kennen. Auf Garnish Island wachsen Rhododendron-Büsche wirklich baumhoch. Sie haben richtige Stämme von 20 cm Dicke. Fuchsien oder Farne werden übermannshoch. Kurz:Ein Ausflug, der sich nicht nur für Gartenfreunde lohnt.
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